Buch Cover

120 Seiten
ISBN 9783899937718









Erster Schmerz-Intensiv-Kurs in der Pain Academy Augsburg

Die meisten Teilnehmer des ersten Pain Nurse Kurses vom September 2010, haben sich am 11./12.2.2011 zum ersten Vertiefungstag im treffPUNKT getroffen.
Nachdem Frau Kreße jeden persönlich begrüßt hatte, tauschten sich alle untereinander aus und es war interessant zu erfahren, was sich bei jedem Einzelnen in den letzten Monaten getan hat.


Anschließend konnte Frau Kreße eine neue Referentin sehr herzlich begrüßen: Frau Samia El Masry, Physiotherapeutin aus Augsburg.
Sie zeigte mit viel Herz und Verstand, was im Bereich der Schmerztherapie bei akuten und chronischen Schmerzen für die Pflegekräfte möglich ist: Tapes, Terabänder und Dehnungsübungen.
Hier gab es Tipps und Tricks für den Alltag, nicht nur für die Patienten, sondern praktisch für Jeden. Bei den Übungen für Muskeldehnung, Lösung von Verspannungen und Verbesserung der intramuskulären Koordination gab es viel Schmunzeln und herzhaftes Lachen. Alle wurden von der Begeisterung der Referentin mitgerissen.

Mit einem gemeinsamen Abendessen im Charlys Bräu in Augsburg endete der erste Tag. Hier wurden viele Geschichten, Erlebnisse und besondere Schmankerl ausgetauscht.

Am Samstag Morgen stand das Thema "Körperwahrnehmung" auf dem Plan: Wie fühlen sich Schmerzpatienten am Morgen? Wie kann man dem ganz praktisch begegnen? Atemübungen, Kinesiologie und seinen Körper bewusst empfinden, gehörten zum Vortrag. Ein Thema, was den einen oder anderen sehr zum Nachdenken brachte. 

Im 2. Abschnitt kam Herr Dr. Reutter mit den neuen Richtlinien der Reanimation. Hier konnte jeder das theoretische Wissen auffrischen und updaten. Im praktischen Teil an der "Puppe" kam die Frage auf: "30:2" oder "durchdrücken" ? Kompetent und sicher wurden von Dr. Reutter alle Fragen beantwortet. 

Das folgende Thema "CRPS oder wenn schon ein Wattebausch schmerzt" vermittelte Herr Dr. Schilk mit viel Geduld und fachlicher Kompetenz. Wie entsteht diese Krankheit? Wohin breitet sie sich aus? Welche Bereiche des Körpers sind davon meistens betroffen? An was sollte man denken, wenn ...? Die Teilnehmer erhielten eine tiefen Einblick in die Problematik dieser Krankheit.

Frau Anne Willms nahm sich anschließend dem Thema "Die Sache mit der Sucht" an. Sie zeigte auf, das es nicht immer möglich ist kurativ zu handeln. Es gibt auch im Bereich der Psychotherapie Situationen, in denen man palliativ handeln muss. Hochwichtig und interessant sind auch die Kriterien, die nach WHO erfüllt sein müssen, um von einer Abhängigkeit oder Sucht zu sprechen. Erneut konnte Frau Willms dieses wichtige Thema den Teilnehmern sehr gut vermittteln.

Zum Abschluss gab es noch einen kurzen Überblick zur Pain Nurse (oder auch Schmerzbeseitigungsbeauftragte genannt) im Klinikalltag. Hier waren die Schwerpunkte sowohl Akutschmerzdienst, Schmerzvisiten, das Pain Mobil, als auch der Expertenstandard.
Hochmotiviert, mit der Teilnahmebescheinigung in der Hand und eine Träne in den Augen, mussten alle am späten Nachmittag die Heimreise antreten.
Man verabschiedete sich mit dem Ziel, sich noch in diesem Jahr wiederzusehen.

Gelegenheit dazu bieten der
22. Deutsche interdisziplinäre Schmerz- und Palliativkongress in Frankfurt (24.-26.03.2011) (Infos unter www.dgschmerztherapie.de ) oder der
Deutsche Schmerzkongress 2011 in Mannheim (05.-08.10.2011) (Infos unter www.dgss.org oder  www.schmerzkongress2011.de )
oder ein weiterer Vertiefungstag an der Pain Academy Augsburg !

 hk/ak 19.02.2011