Buch Cover

120 Seiten
ISBN 9783899937718









Schmerztherapie bei Kindern und Jugendlichen

Ein Thema, welches in den letzten Jahren wieder an Bedeutung gewonnen hat.
Gerade im Bereich der Onkologie hat man den Schmerz bei Kindern sehr unterschätzt bzw. wenig beachtet. Man glaubte, dass die Kinder und hier besonders die ganz Kleinen, weniger schmerzempfindlich seien als Erwachsene und sich an die erlittenen Schmerzen nicht mehr erinnern können.
Forschungen haben ergeben, dass Schmerzen in allen Altersstufen vorkommen und gerade im Kindesalter bergen sie ein Risikofaktor für gesundheitliche Probleme im späteren Alter als Erwachsene.
Die wichtigste Maßnahme ist die Schmerzanamnese. Den Schmerz zu erfassen und zu dokumentieren. Bei den Erwachsenen gibt es da schon seit langem den bewährten Schmerzfragebogen. Etwas vergleichbares hat es bei Kindern bisher nicht gegeben. Hinzu kommt, dass sich die Anamnese bei Kindern und Kleinkindern sehr schwierig und sehr aufwendig gestaltet. Erst im Jahre 2009 wurde von Sandra Schroeder und Kollegen der deutsche Schmerzfragebogen für Kinder, Jugendliche und deren Eltern entwickelt. Ein multimodaler Fragebogen zur Diagnostik und Therapie chronischer Schmerzen im Kindes- und Jugendalter.
Dazu gehört es jedes Kind und jeden Jugendlichen mindestens einmal am Tag nach Schmerzen zu befragen. Wenn vorhanden sind diese wie die Vitalfunktionen zu dokumentieren. 
Zu den nicht-medikamentösen Interventionen gehören ua. Wärme, Massagen, Hypnose, Kunst- und Musiktherapie.
Bei der medikamentösen Schmerztherapie im Bereich der Härmatologie und Onkologie soll sich die Therapie prinzipiell an dem WHO-Stufenschema orientieren. Diese reicht von Nichtopiod- analgetikum bis hin zu starken Opioiden. Hierbei sollen grundsätzlich die Empfehlungen der WHO-Stufenleiter angewendet werden "by the ledder" "by the clock" "by the mouth" "by the patient".

Den vollständigen Bericht finden Sie im FOCUS Onkologie 2012/12, S. 47-54
ak 19.03.2011